Der WORTFOLIO Blog: Mach es klein

“Mach es klein”. Das sagte meine Feldenkrais-Lehrerin immer zu mir. “Und dann mach die Hälfte davon”. Für jemanden wie mich, der früher viel Sport gemacht hatte, war das nicht nur befremdlich, sondern auch bemerkenswert schwer umzusetzen. Aber so lehrreich.
Kleine Schritte machen, ist eigentlich immer eine ziemlich gute Idee. Schon alleine deshalb, weil eine der beliebtesten Selbstbehinderungs-Strategien darin besteht, Dinge über Gebühr groß zu machen. So groß, dass es dann gar kein Wunder mehr ist und völlig verständlich, dass es – was auch immer es ist – nicht klappt.

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Der WORTFOLIO Blog: Fehlerkultur. Über das Waten in Blut und das Reiten toter Pferde

“Ich bin einmal so tief in Blut gewatet, dass, wollt’ ich im Waten stillesteh’n, Rückkehr so schwierig wär’s als ganz durchzugeh’n.” (Shakespeare, Macbeth, Akt III, Szene 4).
So isser, der Massenmörder: Weil er jetzt eh schon so viele umgebracht hat, kann er auch gleich weiter seine Umgebung entvölkern. Was soll’s. Ist eh schon um’s Eck. Eine gewisse Beharrlichkeit im Verfolgen des einmal eingeschlagenen Weges wird man ihm nicht absprechen können, dem schottischen König.
[…]
Ersetzen wir das Blut einmal ganz allgemein durch Übeltaten, Unterlassungen, Fehlverhalten. Oder machen wir’s noch kleiner: Durch Projekte, die man verantwortet und bei denen sich deutlich abzeichnet, dass sie nicht die Ergebnisse zeitigen werden, die sie ursprünglich mal zeitigen sollten.

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