Aktuelles bei WORTFOLIO: Programm Führungsentwicklung in Landau (ProFiL). Der Abschied des ersten Jahrgangs

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Dieses Bild ist das Abschiedsgeschenk der ProFiL-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer an Florian Winhart und mich. Da weiß man dann wieder, wofür man eigentlich arbeitet …

Ein bisschen zu Herzen ging das schon. Auch ein bisschen mehr. Am vergangenen Mittwoch hatten Florian Winhart und ich die Ehre und die Freude, der Abschlussfeier für den ersten Jahrgang des Programms Führungsentwicklung in Landau (ProFiL) der Stadtverwaltung Landau beizuwohnen (lesen Sie hier einen Artikel über die Abschlussfeier auf den Internetseiten der Stadtverwaltung Landau).

14 Potentialträgerinnen und Potentialträger aller Altersklassen hatten wir über eineinhalb Jahre als Trainer begleitet. Durch ein Programm, das wir in Abstimmung mit dem Hauptamt der Stadtverwaltung selbst konzipiert hatten.


Intensive Monate waren das. Das begann schon mit der Auftaktveranstaltung im Fühjahr 2014, die wesentlich kleiner ausfallen und ohne Oberbürgermeister oder Bürgermeister auskommen musste, weil just an dem Tag ein Teil des Bodens in Landau beschlossen hatte, sich mal ein bisschen zu bewegen. Mit eher unerfreulichen Folgen.

Danach wurd’s zwar weniger dramatisch, aber nicht weniger intensiv: Fünf je zweitägige Trainingsmodule, Kaminabende, eine Stadtführung, eine externe Woche und intensive Projektarbeit (lesen Sie hier eine Beschreibung des Programms).


Wir haben viel Zeit miteinander verbracht und viel gelernt. Alle. Nicht nur die Teilnehmer.

Ein solches Programm verändert ja auch die, die’s konzipieren und vor allem die, die’s durchführen. Wir Trainer lernen dazu mit jedem Training, das wir machen. Inhaltlich natürlich durch die vielen Anregungen, Ideen, kritischen Beiträge und Praxiserfahrungen. Aber natürlich auch menschlich. Wir öffnen uns das berühmte Stück weit. Immerhin erwarten wir das ja auch von unseren Teilnehmern. Und das hinterlässt Spuren.


Da waren sie also nun alle . Und der Oberbürgermeister, der Personalrat, diejenigen Führungskräfte, die sich als Mentorinnen und Mentoren zur Verfügung gestellt hatten, und andere Führungskräfte aus der Verwaltung. Natürlich auch die für das Programm, sein Zustandekommen und seine Durchführung unmittelbar Verantwortlichen aus dem Hauptamt. Und Florian und ich.

Wir waren ziemlich berührt, weil es etwas besonderes ist, dass eine vergleichsweise kleine Organisation wie die Stadtverwaltung Landau sich aufmacht, ein eigenes Potential-Entwicklungsprogramm zu stemmen. Weil damit auch das vorläufige Ende eines mehrjährigen und intensiven Beratungsprozesses zum Thema “Strategische Personalentwicklung” markiert wurde. Und weil wir nicht nur in den kreativen, spannenden und abwechslungsreichen Präsentationen und den bemerkenswerten Projektergebnissen erkennen konnten, wie viel sich in den eineinhalb Jahren getan hatte; dass die Arbeit sich gelohnt hatte.


Jetzt geht es darum, wie die Organisation mit ihren Potentialträgerinnen und -trägern umgeht. In unserem Beitrag zur Veranstaltungen blickten Florian Winhart und ich zurück auf die gemeinsame Zeit und leiteten daraus Themenfelder ab, die aus unserer Sicht für die Organisation von Bedeutung sind und sein werden. Die ProFiL-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer könnten dazu einen Beitrag leisten – wenn die Organisation den Wert des Programmes nicht nur danach bemisst, ob Teilnehmer des Programms in absehbarer Zeit in Führungspositionen kommen (lesen Sie hier einen Blogbeitrag zur Frage des Umgangs mit Teilnehmern an Potential-Entwicklungsprogrammen).


Und weil wir uns natürlich nicht ganz ohne materielle Erinnerung verabschieden wollten, hatten wir Geschenke mitgebracht: Wir hatten uns im Vorfeld der Veranstaltung gemeinsam Gedanken darüber gemacht, was wir jedem und jeder einzelnen mit auf den Weg geben wollten. Das war zumeist ein kürzerer oder längerer Satz. Diese Sätze übersetzten wir in Bildideen, die wir wiederum einem begabten jungen Künstler gaben, der daraus Bilder zeichnete. Diese Karikaturen klebten wir in eine Faltkarte, die dazu einen Abschiedsgruß von uns beinhaltete. Und widerstanden dann nach der Übergabe tapfer allen Versuchen, uns dazu zu bewegen, klar zu sagen, was das jeweiligen Bild eigentlich ausdrücken sollte.

Eine schöne Feier war das und ein würdiger Abschluss für Jahre intensiver Arbeit für alle Beteiligten. Ich denke, dass alle sehr, sehr stolz sein können auf das Geleistete. Die Stadtverwaltung Landau hat sich als moderne, zukunftsorientierte Organisation gezeigt, die strategische Personalentwicklung ernst nimmt und dabei gewillt ist, nicht nur eingetretene Pfade zu beschreiten, sondern das Thema auch mit Kreativität und Bereitschaft zu Neuem anzugehen.

Hoffen wir, dass es damit weitergeht.

© 2015 by Christoph Frey. Alle Rechte vorbehalten.

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