Der WORTFOLIO Blog: Die öffentliche Debatte um Flüchtlinge in Deutschland

WORTFOLIO ist keine politische Organisation. Die politische Orientierung unserer Kunden spielt – solange sie sich im Rahmen des vom Grundgesetz Vorgegebenen bewegt – ebenso wenig eine Rolle, wie die Unsrige eine Rolle spielt oder spielen sollte. Politische Stellungsnahmen sind hier also ganz eigentlich nicht zu erwarten, zumal es es schon schwierig sein dürfte, die politischen Überzeugungen all derer, die für oder mit WORTFOLIO arbeiten, unter einen Hut zu bekommen.

Und doch gibt es manchmal Themen, die es erforderlich machen, auch als Unternehmen nicht nur auf das unmittelbar Naheliegende der betriebswirtschaftlichen und/oder inhaltlich-professionellen Überlegungen zu fokussieren. Dann nämlich, wenn eine öffentliche Debatte aus dem Ruder zu laufen droht. Wenn politische Meinungsmache, diffuse Ängste, scheinbar einfache Lösungsvorschläge und Alltagsrassismus drohen, die öffentliche Debattenkultur und das Zusammenleben im Gemeinwesen nachhaltig zu vergiften. Auch wir bei WORTFOLIO sind Bürger, politische Wesen, die sich sorgen um das Gemeinwesen.

Ich habe mich einige Wochen damit abgeplagt, eine Stellungnahme zu formulieren, die meinem Entsetzen und meiner Besorgnis Ausdruck verleiht über das, was zur Zeit in allzu vielen öffentlichen Debatten in Deutschland passiert.

Und dann kam mir der Zufall in Gestalt des Bundesrichters Thomas Fischer zu Hilfe, der in seiner – bemerkenswerten, nachdenklichen, gescheiten und streitbaren – Kolumne “Fischer im Recht” auf ZEIT Online all das, was ich gerne sagen wollte, zum Ausdruck brachte. Nur so viel klüger, scharfsinniger und geschliffener formuliert als ich es je vermocht hätte.

Deshalb möchte ich’s für dieses Mal bei einem schlichten Link auf den bemerkenswerten Text eines Anderen bewenden lassen und alles, was er schreibt mit einem dicken Ausrufezeichen versehen: Fischer im Recht / Flüchtlinge III:Schaffen wir das?

Zum Schluss möchte ich ganz persönlich all denjenigen danken, die als Mitarbeitende des öffentlichen Diensts in den zuständigen Ämtern und Behörden, als Sozialarbeiterinnen und -arbeiter, als Bundespolizisten und Grenzschützer, als Freiwillige den Menschen, die auf der Flucht vor Gewalt, Vertreibung und Unterdrückung zu uns kommen, helfen. Sie zeigen, dass Deutschland so viel mehr ist als die Stimmen derer nahelegen, deren einzige Antwort auf die aktuellen Herausforderungen – sei es aus Angst oder Berechnung – Hetze und allzu oft Gewalt ist. Danke für Ihren Einsatz!

Herzlich

Ihr

Christoph Frey

© 2015 by Christoph Frey. Alle Rechte vorbehalten.

zurück zur Startseite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*