Aktuelles bei WORTFOLIO: Ehrenamtliches Engagement für das Landauer Sozialamt

Im November 2015 schrieb ich von dem Eindruck, den die Debatte um Flüchtlinge und die vielen entsetzlichen Terroranschläge der letzten Monate und Jahre auf mich hatten. Ein Ergebnis dessen war die Erkenntnis, dass unser berufliches Handeln nicht unberührt sein kann und darf angesichts dieser Herausforderungen. Und konkret: Dass wir von WORTFOLIO uns engagieren wollen, ehrenamtlich und nicht nur (aber auch) durch Geldspenden.

Wörtlich hieß es dazu,

„dass wir bereit sind, auch einen konkreten Beitrag zur aktuellen Flüchtlingskrise zu leisten: Wir wollen diejenigen aktiv mit unserem Wissen und unserem Knowhow unterstützen, die momentan ihr Bestes versuchen, um der großen Zahl an Menschen, die bei uns vor Krieg und Terror Schutz suchen, zu helfen. Wenn es konkrete Bedarfe und Anliegen gibt, wenn wir kommunalen Organisationen oder ehrenamtlichen Hilfsorganisationen dabei helfen können, ihre wichtige Arbeit zu tun, werden wir das im Rahmen unserer Möglichkeiten tun. Und dabei auf Honorar verzichten.”

Dies auch in die Tat umzusetzen, gestaltete sich freilich schwieriger als gedacht, waren und sind Kommunen und Hilfsorganisationen in den letzten Monaten doch vor allem damit beschäftigt, überhaupt der manchmal chaotischen, manchmal unklaren, immer aber herausfordernden Situation gerecht zu werden. Da blieb verständlicherweise nicht viel Zeit für uns und unser Anliegen zu helfen.

Im Frühjahr schließlich wandte sich der neue Leiter des Sozialamts der Stadtverwaltung Landau, Jan Marco Scherer,  an WORTFOLIO. Hintergrund war neben anstehenden und bereits stattgefundenen räumlichen und anderen Veränderungen im Sozialamt insbesondere die Tatsache, dass im Zuge der Flüchtlingsthematik die individuelle Arbeitsbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enorm gestiegen war. Zudem war im Laufe der Monate eine ganze Reihe neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Sozialamt gekommen. Diese sollten natürlich so schnell wie möglich in die bestehenden Teams integriert werden, ohne dabei jedoch die gewachsenen und stabilen Strukturen zu zerstören.

Da diese Voraussetzungen im Wesentlichen dem entsprachen, was wir im Vorfeld als Bedingungen für unentgeltliche Tätigkeit definiert hatten, waren wir gern bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.

In Diskussionen Herrn Scherer und seinem Führungskreis wurde folgende Ziele definiert:

  • Es sollten Probleme, Baustellen, Befindlichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf die aktuelle Arbeit, aber auch in Hinblick auf anstehende Veränderungsprozesse erhoben werden;
  • den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollten Tools für Veränderungsprozesse an die Hand gegeben werden, und nicht zuletzt
  • sollte das Gruppen- und Wir-Gefühl gestärkt werden.

Florian Winhart und ich konzipierten auf dieser Grundlage einen eintägigen Workshop, der insbesondere auf gemeinsame Aktivität und Austausch unter den Teilnehmenden abzielte. Als Methode der Wahl empfahl sich das so genannte World Café, da es erlaubt, mit einer relativ großen Anzahl Teilnehmerinnen und Teilnehmern in entspannter und dennoch fokussierter Weise zu arbeiten.

Engagiert und kompetent unterstützt wurden dabei wir durch Maik Hauptmann und Desirée Schneider, die beide das von WORTFOLIO konzipierte „Programm Führungsentwicklung in Landau” (ProFiL) durchlaufen hatten.

Durchgeführt wurde der Workshop schließlich am 27. Juni in entspannter Atmosphäre in den Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses Godramstein. Die vielen konkreten Ergebnisse sowie – vor allem – die von viel Aktivität und Lachen geprägte Atmosphäre sprechen neben den ausgesprochen positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür, dass unser Konzept aufging.

In einer Nachbesprechung der Führungsriege des Sozialamts mit den Moderatorinnen und Moderatoren wurde dieser Eindruck bestätigt: Ein guter Auftakt für die weiteren anstehenden Veränderungen im Sozialamt ist damit geschafft. Wir von WORTFOLIO wünschen dazu viel Erfolg!

Herzlich

Ihr

Christoph Frey

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